• WTI zieht am Freitag einige Verkäufer an und macht einen Teil des Anstiegs vom Vortag wieder wett.
  • Die geopolitischen Spannungen und die Erwartung eines Anstiegs der Kraftstoffnachfrage im Sommer könnten für Unterstützung sorgen.
  • Händler erwarten nun die Veröffentlichung des US NFP am letzten Tag der Woche.

Die Preise für US-amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) gaben am Freitag im asiatischen Handel nach und schienen damit ihre zweitägige Aufwärtsbewegung zu unterbrechen. Der Rohstoff wird derzeit zwischen $83,20 und $83,15 gehandelt und bleibt damit in Schlagdistanz zu seinem höchsten Stand seit dem 26. April, der am Dienstag erreicht wurde.

Die jüngsten Daten zeigen, dass die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder ihre Produktion im Juni den zweiten Monat in Folge erhöht haben. Dies deutet darauf hin, dass die Ölmärkte in den kommenden Monaten weniger angespannt sein werden, was wiederum die Haussiers davon abhalten wird, neue Wetten abzuschließen und den Schwarzmarkt zu belasten. Darüber hinaus dürfte die Sorge um anhaltende Versorgungsengpässe im Nahen Osten den Rohölpreisen Auftrieb verleihen und dazu beitragen, die Verluste zu begrenzen. 

Darüber hinaus dürften der jüngste Optimismus in Bezug auf die Erwartung einer anziehenden US-Kraftstoffnachfrage während der reisestarken Sommersaison sowie Spekulationen über OPEC+-Kürzungen im dritten Quartal den Rohölpreisen eine gewisse Unterstützung bieten. Hinzu kommt der anhaltende Verkaufstrend des US-Dollars (USD) angesichts der Wetten auf eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) im September, was darauf hindeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands für den Rohstoff weiterhin nach oben führt. 

Der oben beschriebene fundamentale Hintergrund deutet darauf hin, dass jeder weitere Abwärtstrend immer noch als Kaufgelegenheit gesehen werden könnte, obwohl die wirtschaftlichen Probleme Chinas zur Vorsicht mahnen, bevor man sich für weitere Kursgewinne bei Rohöl positioniert. Nichtsdestotrotz ist das schwarze Metall auf dem besten Weg, die vierte Woche in Folge zuzulegen, da die Marktteilnehmer nun auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) warten, um neue Impulse zu erhalten.

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