Der USD/JPY hat sich nach dem jüngsten Rückgang konsolidiert. Die Märkte haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (92% Wahrscheinlichkeit) bei der nächsten MPC-Sitzung (Freitag) nahezu eingepreist. USD/JPY notierte zuletzt bei 155,70, so die FX-Analysten Frances Cheung und Christopher Wong von OCBC.
Angst vor dovisher Zinserhöhung der BoJ
„Aus Marktsicht besteht das Risiko einer moderaten Zinserhöhung, da dies darauf hindeuten könnte, dass die Abwärtsbewegung des USDJPY begrenzter sein könnte. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass die BoJ Spielraum für eine Normalisierung ihrer Politik hat, da die Wirtschaftsdaten (Inflation, Lohnwachstum) dies weiterhin unterstützen. Fast Retailing (Uniqlo) hat angekündigt, die Einstiegsgehälter für neue Mitarbeiter um 10 % und für andere Mitarbeiter um 5 % zu erhöhen. Meiji Yasuda kündigte eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 5 % für alle 47.000 Beschäftigten ab April an. Auch der japanische Verbraucherpreisindex und der Erzeugerpreisindex sind gestiegen, was den Weg für eine Normalisierung der BoJ-Politik ebnet.“
„Es besteht jedoch das Risiko, dass die BoJ es vorzieht, sich nicht zu früh auf eine zukünftige Strategie festzulegen, um zu vermeiden, dass eine unnötige JPY-Stärke alle Fortschritte zunichte macht. Für den USD/JPY-Wechselkurs dürfte die Divergenz in der Politik der Fed und der BoJ zu einer weiteren Einengung der Renditedifferenzen zwischen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen führen, was den allgemeinen Abwärtstrend des USD/JPY-Wechselkurses unterstützen sollte. Das Risiko für diese Einschätzung besteht jedoch in einer Verlangsamung der geldpolitischen Normalisierung - sei es durch die Fed oder die BoJ.
„Das tägliche Momentum ist bärisch, aber der RSI zeigt Anzeichen eines Anstiegs. Eine Konsolidierung ist wahrscheinlich. Widerstand bei 157,10 (21 DMA), 158,80 (jüngstes Hoch). Unterstützung bei 154,90 (50 DMA), 154,30 (23,6% Fibonacci-Retracement vom Septembertief zum Januarhoch) und 152,80 (200 DMA)“.
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