• USD/CHF steigt, da der Schweizer Franken nach der erwarteten Zinssenkung der SNB um 25 Basispunkte am Donnerstag schwächer wird.
  • Die SNB vermied es, einen klaren geldpolitischen Kurs zu signalisieren, und betonte die Notwendigkeit niedrigerer Kreditkosten, um angemessene monetäre Bedingungen aufrechtzuerhalten.
  • Der US-Dollar bleibt stark angesichts wachsender Risikoaversion, die durch eskalierende globale Handelskonflikte im Zusammenhang mit den US-Zollpolitiken ausgelöst wird.

USD/CHF setzt seinen Aufwärtsmomentum für die dritte aufeinanderfolgende Sitzung fort und handelt am Freitag während der asiatischen Handelsstunden um 0,8840. Das Paar gewinnt, da der Schweizer Franken (CHF) nach der weithin erwarteten Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), ihren Leitzins um 25 Basispunkte (Bp) von 0,50% auf 0,25% zu senken, unter Druck gerät.

Trotz der Zinssenkung hielt sich die SNB zurück, sich auf einen bestimmten geldpolitischen Kurs festzulegen, und erklärte, dass niedrigere Kreditkosten notwendig seien, um die monetären Bedingungen mit den gedämpften Inflationsdruck in Einklang zu bringen.

Dennoch könnte der Rückgang des USD/CHF-Paares begrenzt sein, da der Schweizer Franken Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen findet, angesichts steigender geopolitischer Risiken, stabiler Schweizer Inflation und Unsicherheit über die US-Wirtschaftspolitik.

Darüber hinaus könnte der US-Dollar (USD) fest bleiben, da die Risikoaversion aufgrund eskalierender globaler Handelskonflikte im Zusammenhang mit den US-Zollpolitiken steigt. Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, spielte die inflationsbedingten Auswirkungen von Zöllen herunter und bezeichnete sie als vorübergehend, erkannte jedoch die breitere wirtschaftliche Unsicherheit an, die sie mit sich bringen.

Auf der wirtschaftlichen Datenfront stiegen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 15. März auf 223K, was leicht unter der Schätzung von 224K liegt, aber die revidierte Zahl der Vorwoche von 221K übertrifft. In der Zwischenzeit fiel die Philadelphia Fed Umfrage zum verarbeitenden Gewerbe für März auf 12,5 von 18,1 im Februar, was einen zweiten monatlichen Rückgang in Folge markiert, jedoch über den erwarteten 8,5 bleibt.

Schweizer Franken FAQs

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

 

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