Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat heute Morgen auf ihrer letzten geldpolitischen Sitzung in diesem Jahr den Leitzins unverändert bei 4,35 Prozent belassen. Der Ton der Entscheidung war jedoch deutlich zurückhaltender, was den australischen Dollar in einer ersten Reaktion deutlich schwächer werden ließ, so Volkmar Baur, Devisenanalyst bei der Commerzbank.
Konjunktur schwächer als erwartet
„Für Devisenhändler waren vor allem zwei Punkte wichtig. Erstens musste die RBA einräumen, dass das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal schwächer ausgefallen ist als erwartet. Die wirtschaftliche Entwicklung ist also schwächer als erwartet, was für eine Lockerung der Geldpolitik spricht. Außerdem, und das ist noch wichtiger, wurde die Formulierung zur Inflation geändert.“
„Es heißt nun, dass die RBA zuversichtlicher ist, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung der Mitte des Zielbandes der RBA (2-3%) bewegen wird. Im November hatte die RBA noch erklärt, dass genau dies geschehen müsse, um mit der Lockerung der Geldpolitik zu beginnen. Bis zur nächsten Sitzung Mitte Februar ist es noch ein weiter Weg. In der Zwischenzeit werden zwei Arbeitsmarktberichte und die Inflationszahlen für das vierte Quartal veröffentlicht.“
„Der Markt wird diese Daten daher in den kommenden Wochen sehr genau beobachten, um abzuschätzen, was im Februar zu erwarten ist. Wir gehen davon aus, dass die RBA die Zinsen im Februar senken wird. Die Markteinschätzung der Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes ist derzeit etwas höher als gestern und liegt heute Morgen bei rund 64%. Eine vollständige Einpreisung in den kommenden Wochen würde den AUD weiter belasten.
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