Der chinesische Ölmarkt war im September um 930.000 Barrel pro Tag überversorgt, wie Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank feststellt.

Auch im kommenden Jahr wird keine starke Nachfrageerholung erwartet

„Vergleicht man die Verarbeitung mit den ebenfalls von der NBS gemeldeten Rohölförderzahlen und den vor einer Woche von der Zollbehörde veröffentlichten Rohölimporten, so war der Ölmarkt in China im September um 930.000 Barrel pro Tag überversorgt.“

„Der Anstieg der Verarbeitung im Monatsvergleich in Verbindung mit einem Rückgang der Importe hat den impliziten Angebotsüberschuss im Vergleich zum August halbiert. Dennoch befindet sich der chinesische Ölmarkt in einer Schwächephase. Dies zeigt sich auch bei der Betrachtung der impliziten Ölnachfrage Chinas, die die Differenz zwischen der Rohölverarbeitung und den Nettoexporten von Ölprodukten darstellt.“

„Sie lag im September um 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die IEA erwartet, dass die Nachfrage in China in diesem Jahr nur leicht um 150.000 Barrel pro Tag steigen wird. Trotz der bisher angekündigten Konjunkturmaßnahmen sei auch im kommenden Jahr nicht mit einem starken Anstieg der Nachfrage zu rechnen, betonte IEA-Chef Birol gestern auf einer Konferenz in Singapur.“

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