• NZD/USD steigt am Montag zum vierten Mal in Folge aufgrund anhaltender USD-Verkäufe.
  • Das technische Setup begünstigt bullische Händler und unterstützt die Aussichten auf eine weitere Aufwertung.
  • Korrekturrückgänge in Richtung 0,5800 könnten als Kaufgelegenheit angesehen werden und bleiben begrenzt.

Das Paar NZD/USD baut auf die solide Erholung der letzten Woche aus dem Bereich von 0,5485, dem niedrigsten Stand seit März 2020, auf und gewinnt am Montag zum vierten Mal in Folge an starkem positiven Momentum. Das Kaufinteresse bleibt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung ungebrochen, während der US-Dollar (USD) insgesamt schwächer ist, und hebt die Kassakurse in die Nähe von 0,5900, einem neuen Jahreshoch.

Die genannte Marke stellt ein Konfluenzhindernis dar, das einen technisch signifikanten 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) und eine mehrere Monate alte aufsteigende Trendlinie umfasst. In der Zwischenzeit könnte ein intraday Ausbruch über den Bereich von 0,5825-0,5830, oder das 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveau des Rückgangs von September 2024 bis April 2025, als neuer Auslöser für bullische Händler angesehen werden. Dies, zusammen mit positiven Oszillatoren auf dem Tages-Chart, deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das NZD/USD-Paar nach oben führt.

Dennoch ist es ratsam, auf einen nachhaltigen Ausbruch und die Akzeptanz über der Marke von 0,5900 zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Die Kassakurse könnten dann das 50%-Fibo.-Niveau, im Bereich von 0,5930-0,5935, überschreiten und weiter in Richtung der psychologischen Marke von 0,6000 auf dem Weg zum Bereich von 0,6035-0,6040, oder dem 61,8%-Fibo.-Niveau, steigen. Der anschließende Anstieg wird darauf hindeuten, dass das NZD/USD-Paar ein kurzfristiges Tief gebildet hat und den Weg für eine weitere kurzfristige Aufwärtsbewegung ebnen könnte.

Auf der anderen Seite scheint jeder Korrekturrückgang nun angemessene Unterstützung im Bereich von 0,5825-0,5830 (38,2%-Fibo.-Niveau) zu finden. Dies wird gefolgt von der Marke von 0,5800, die, wenn sie entscheidend durchbrochen wird, einige technische Verkäufe auslösen und das NZD/USD-Paar auf die Zwischenunterstützung von 0,5765-0,5760 auf dem Weg zur runden Marke von 0,5700 oder dem 23,6%-Fibo.-Niveau ziehen könnte. Letzteres sollte als entscheidender Wendepunkt und starke Basis für die Kassakurse fungieren. Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte jedoch die Vorzeichen zugunsten bärischer Händler verschieben.

NZD/USD Tageschart

 

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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