Der japanische Yen (JPY) zeigt an den Devisenmärkten allmählich Stärke. Laut Chris Turner, Devisenanalyst bei ING, hat die Verschiebung im Mix der fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen dazu beigetragen.
USD/JPY widersteht starkem USD-Trend
„Die treibende Kraft war die Lokalpolitik, wo die Liberaldemokratische Partei (LDP) die Demokratische Volkspartei (DPP) in die Regierungskoalition aufnehmen musste und auf deren politische Forderungen nach einer Anhebung der unteren Einkommensgrenzen einging. Zusammen mit anderen Maßnahmen wird dies als Konjunkturpaket in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar angesehen und erinnert daran, dass es ein solches Paket in Deutschland - zumindest bis zur Bundestagswahl Ende Februar - nicht geben wird“.
„Am Rande lässt der japanische Konjunkturimpuls darauf schließen, dass die Bank of Japan im Dezember doch noch eine Zinserhöhung vornehmen wird. Fast 15 Basispunkte einer Erhöhung um 25 Basispunkte sind inzwischen eingepreist. ING erwartet eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Eine lockerere Fiskalpolitik und eine straffere Geldpolitik sind in der Regel eine unterstützende Mischung für eine Währung und sollten den EUR/JPY-Kurs weiter unter Druck setzen, zum Beispiel nach unten“.
"Dies könnte auch dazu beitragen, dass USD/JPY dem starken Dollar-Trend widersteht und eine weitere Konsolidierungsphase im Bereich von 153,50 bis 155,50 bevorsteht.
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