• Der Goldpreis gewinnt am Montag im frühen asiatischen Handel an Schwung und steigt auf fast 2.720 $ 
  • Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Wahlen und geopolitische Risiken haben zu einer verstärkten Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold geführt. 
  • Die Angst vor einer Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft könnte den XAU/USD belasten. 

Der Goldpreis (XAU/USD) weitete seinen Aufwärtstrend am Montag im frühen asiatischen Handel auf rund 2.720 $ aus. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten und den US-Präsidentschaftswahlen sorgt für Zuflüsse in sichere Häfen. 

Der Aufwärtstrend des Edelmetalls wird durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Wahlen und die nachlassenden geldpolitischen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) gestützt. „Mit der Verschärfung des Konflikts - insbesondere nach der Ankündigung der Hisbollah, den Krieg mit Israel zu eskalieren - strömen die Anleger in den traditionellen sicheren Hafen Gold“, sagte Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler bei Heraeus Metals Germany. „Die Sorge um die US-Präsidentschaftswahlen und die Erwartung einer lockeren Geldpolitik haben die Rally weiter angeheizt“, so Zumpfe weiter.

Zudem stütze die Aussicht auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank den Goldpreis weiter. Die US-Notenbank hatte auf ihrer Sitzung im September die Zinsen zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren gesenkt. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung um einen Viertelpunkt im November bei über 90%. Niedrigere Zinssätze verringern in der Regel die Opportunitätskosten für das Halten von Gold ohne Rendite, was den Goldpreis steigen lässt. 

Andererseits könnte die schleppende Konjunktur in China das Edelmetall schwächen. Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal (Q3) so langsam gewachsen wie seit Anfang letzten Jahres nicht mehr. Wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte, stieg das BIP im Q3 um 4,6 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorquartal. Der Wert liegt unter dem Ziel der Regierung von rund 5% für dieses Jahr. Das wiederum könnte das gelbe Metall belasten, da China der weltweit größte Goldkonsument ist.

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