Die EZB hat heute beschlossen, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,50 % zu senken. Der wichtigste Teil der Entscheidung war die Bewertung der Restriktivität ihres geldpolitischen Kurses. Die EZB betrachte ihre Geldpolitik nun als „deutlich weniger restriktiv“, was bedeute, dass sie das aktuelle Zinsniveau näher am Leitzins sieht als zuvor, berichten die Analysten der Danske Bank, Piet Haines Christiansen und Rune Thyge Johansen.
Disinflation bleibt auf Kurs und Wirtschaft steht vor Herausforderungen
„Angesichts der hohen Unsicherheit hat Frau Lagarde deutlich gemacht, dass der datenbasierte Ansatz wahrscheinlich höher ist als je zuvor, so dass es keine Hinweise oder Zusagen für eine Zinssenkung im April gab. Die heutige Entscheidung war ein Konsens, ohne Gegenstimmen, aber Holzmann enthielt sich der Stimme“.
„Die Mitarbeiterprognosen senkten die Wachstumsprognosen für 2025 auf 0,9 % gegenüber dem Vorjahr (von 1,1 %) und für 2026 auf 1,2 % gegenüber dem Vorjahr (von 1,4 %). Die Inflation wurde für 2025 aufgrund der Energiepreise von 2,1 % auf 2,3 % nach oben revidiert, aber da die Futurespreise seither gesunken sind, interpretieren wir dies nicht als Signal für eine restriktivere Geldpolitik, was sich auch in der Korrektur der Kerninflationsprognose von 2,3 % auf 2,2 % widerspiegelt.
„Die Märkte haben die Erwartungen an die EZB in den letzten Tagen neu bewertet, nicht zuletzt nach der Änderung der deutschen Haushaltslage und des Ausgabenpakets. Aktuell werden fast zwei weitere Zinssenkungen der EZB bis zum Jahresende eingepreist, das ist etwa eine Zinssenkung weniger als noch zu Beginn dieser Woche“.
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