- EUR/USD wird in der dritten Woche in Folge gegenüber dem Greenback fallen.
- Zu Beginn der neuen Handelswoche erreichten die Fasern neue Tiefststände, da das Vertrauen in den Euro schwindet.
- Die EZB wird diese Woche die Zinsen um weitere 25 Basispunkte senken.
EUR/USD erreichte am Montag ein neues Zehn-Wochen-Tief und begann die neue Handelswoche mit erneuten Kursverlusten. Der Euro verlor ein Viertelprozent gegenüber dem Greenback und stürzte in den 200-Tage-EMA (Exponential Moving Average), da die USD-Stärke mit einem allgemein schwächer werdenden EUR einherging.
Die jüngsten Ergebnisse der Kreditumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) werden am Dienstag erwartet, und die Anleger werden in dieser Woche nach Hinweisen auf die allgemeine Gesundheit des paneuropäischen Bankensektors Ausschau halten.
Die endgültigen Inflationszahlen für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) werden am frühen Donnerstag erwartet. Sie dürften jedoch kaum für Volatilität sorgen, da die Märkte die Europäische Zentralbank (EZB) beobachten, von der weitgehend erwartet wird, dass sie die Zinssätze ebenfalls am Donnerstag um 25 Basispunkte senkt.
Aussagekräftige US-Daten werden erst am Donnerstag mit den US-Einzelhandelsumsätzen erwartet, die sich im September auf 0,3% im Monatsdurchschnitt beschleunigen dürften, nachdem sie im August nur 0,1% betragen hatten.
EUR/USD Preis-Prognose
EUR/USD gerät deutlich unter bärischen Druck. Das Paar fällt in den 200-Tage-EMA und rutscht gleichzeitig bis zur Marke von 1,0900 zurück. Das Paar ist seit den Höchstständen von Ende September bei knapp über 1,1200 von oben nach unten um fast 3% gefallen und hat mit Ausnahme von vier der letzten 13 Handelstage in Folge im Minus geschlossen.
Die Preisentwicklung um den 200-Tage-EMA wird für die kurzfristige Ausrichtung von EUR/USD entscheidend sein. Ein nachhaltiger Durchbruch unter dieses Niveau könnte die Tür für weitere Abwärtsbewegungen öffnen, wobei die nächste Unterstützungszone bei 1,0850 zu sehen ist. Gelingt es dem Paar hingegen, den 200-Tages-EMA zurückzuerobern und sich wieder über 1,09063 zu bewegen, könnte dies den unmittelbaren bärischen Druck etwas abschwächen. Der 50-Tages-EMA bleibt jedoch ein wichtiger Widerstandswert, der für eine anhaltende zinsbullische Trendwende durchbrochen werden muss.
Die technischen Aussichten bleiben bärisch, solange das Paar unter dem 50-Tages-EMA bleibt. Während der 200-Tages-EMA bei 1,09063 vorübergehend Unterstützung bieten könnte, deutet der aktuelle Trend auf ein anhaltendes Abwärtsrisiko in nächster Zeit hin. Das Fehlen eines starken zinsbullischen Katalysators bedeutet, dass das Paar unter Druck bleiben könnte. Händler werden auf weitere Anzeichen von Schwäche achten, insbesondere wenn das Paar unter wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt.
EUR/USD Tages-Chart

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