- Das Währungspaar EUR/GBP legt zu, da das Pfund Sterling seine technische Abwärtskorrektur fortsetzt.
- Das GBP könnte aufgrund der gestiegenen Wahrscheinlichkeit von weniger Zinssenkungen durch die Bank of England an Boden gewinnen.
- Der Euro hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da Händler immer aggressivere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank bis 2025 erwarten.
EUR/GBP verzeichnet den zweiten Handelstag in Folge Kursgewinne und wird am Donnerstag während der europäischen Handelszeiten um die Marke von 0,8400 gehandelt. Die EUR/GBP-Paarung steigt, da das Pfund Sterling (GBP) seine technische Abwärtskorrektur fortsetzt, die am Mittwoch begann.
Der Abwärtstrend des Pfund Sterling könnte jedoch gebremst werden, da Händler weniger Zinssenkungen seitens der Bank of England (BoE) erwarten. Die Prognosen wurden auf nur noch zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr gesenkt, verglichen mit mehr als drei zu Beginn des letzten Monats.
Die Einzelhandelsumsätze des British Retail Consortium (BRC) verzeichneten im Dezember 2024 auf vergleichbarer Basis einen bemerkenswerten Anstieg von 3,1 %, was eine deutliche Erholung gegenüber dem Rückgang von 3,4 % im Vormonat darstellt. Trotz des Anstiegs im Dezember berichtete das BRC, dass die Einzelhandelsleistung im vierten Quartal 2024 insgesamt mit einem Umsatzwachstum von nur 0,4 % gegenüber dem Vorjahr schwach blieb.
Der Aufwärtstrend des EUR/GBP-Wechselkurses könnte begrenzt sein, da der Euro vor Herausforderungen steht, da Einzelhändler trotz steigender Inflation in der Eurozone weiterhin mit aggressiven Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2025 rechnen. Diese Aussicht könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auf den Euro (EUR) gegenüber seinen Gegenwährungen ausüben. Es wird allgemein erwartet, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung am 30. Januar die Zinsen um 25 Basispunkte (Bp) senken wird.
In Deutschland, der Wirtschaftsmacht der Eurozone, stieg die Industrieproduktion nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis saison- und kalenderbereinigt im Monatsvergleich um 1,5 %, nach einem geschätzten Anstieg von 0,5 % und einem Rückgang von 1,0 % im Oktober. Die Industrieproduktion sank im November um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr, nach revidiert -4,2 % im Oktober. Später am Tag werden die Einzelhandelsumsätze für die Eurozone im November veröffentlicht.
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