Die Eisenerzpreise sind auf Rekordhochs gestiegen, da ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren den Markt verknappt hat. Daraufhin haben die Strategen der ANZ Bank die kurzfristige Prognose auf 215 $/t angehoben. Dennoch gehen sie davon aus, dass die Probleme, die den Eisenerzpreis anheizen, im weiteren Verlauf des Jahres nachlassen werden.
Wichtige Zitate
"Die starke Bautätigkeit hat die Stahlnachfrage angekurbelt. China hat den Exportsteuerrabatt für einige Stahlproduktexporte abgeschafft, was wahrscheinlich dazu geführt hat, dass einige Werke ihre Produktion beschleunigt haben, bevor sie in Kraft traten. Außerdem treibt die Aussicht auf weitere Beschränkungen der Stahlproduktion und neue Kapazitäten die Stahlpreise auf Rekordhöhen. Dies zieht die Eisenerzpreise mit sich."
"Der Markt sieht auch die unbefristete Aussetzung des Strategischen Wirtschaftsdialogs zwischen China und Australien als eine potenzielle Bedrohung für den Eisenerzhandel zwischen den beiden Ländern an. Obwohl die Wahrscheinlichkeit von Beschränkungen für australische Eisenerzimporte gering ist, dürfte die Dringlichkeit, Frachten zu sichern, zunehmen, was den Eisenerzpreis unterstützen sollte. Wir haben daraufhin unsere kurzfristige (weniger als drei Monate) Prognose auf 215 $/t angehoben."
"Es wird allgemein erwartet, dass China die Konjunkturmaßnahmen allmählich auslaufen lässt, während der niedrigere PMI für das Baugewerbe im April darauf hindeutet, dass die Bautätigkeit bereits begonnen hat, sich abzukühlen. Dies dürfte die Stahlnachfrage belasten und die Stahl- und Eisenerzpreise unter Druck setzen. Wir erwarten nun, dass die Spotpreise in H2 2021 stark fallen und das Jahr bei 150 $/t beenden werden."
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