Die EMIs für März übertrafen die Markterwartungen, obwohl die Dynamik in Q1 gegenüber Q4-2024 nachließ. Wir heben unsere Wachstumsprognose für 2025 von 4,5% auf 4,8% an, da Q1 die Erwartungen übertroffen hat und die Politik feste Zusagen gemacht hat. Die VPI-Deflation hat sich im März wahrscheinlich aufgrund von Basiseffekten abgeschwächt; der Importrückgang könnte sich fortgesetzt haben, berichten die Ökonomen Hunter Chan und Shuang Ding von Standard Chartered.
Anhebung der BIP-Wachstumsprognosen
„Der offizielle chinesische EMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im März auf 50,5 (Februar: 50,2), da sich die Nachfrage verbesserte, was mit dem Caixin EMI und unserer KMU-Umfrage übereinstimmt. Die Indizes der Auftragseingänge und der neuen Exportaufträge stiegen wieder auf fast ein Jahreshoch, was die solide Produktionstätigkeit unterstützt. Der durchschnittliche EMI des verarbeitenden Gewerbes ging indessen in Q1 leicht auf 49,9 zurück, gegenüber 50,2 in Q4-2024. Darüber hinaus sank der durchschnittliche EMI für den Dienstleistungssektor in Q1 um 0,5 Prozentpunkte auf 50,2 gegenüber Q4-2024, was auf eine Verlangsamung im Quartalsvergleich hindeutet.“
„Da sowohl die reale Wirtschaftstätigkeit im Januar/Februar als auch die EMIs im März die Erwartungen übertrafen, heben wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum in Q1 von zuvor 4,8% auf 5,2% im Jahresvergleich an, wobei sich das Wachstum im Quartalsvergleich von 1,6% in Q4-2024 auf 1,3% verlangsamt. Die Importe dürften weiter zurückgegangen sein, was zu einem beträchtlichen Handelsüberschuss geführt hat. China bleibt zwar anfällig für zusätzliche US-Zölle und Restriktionen, doch dürfte die Zusage der Behörden, bei Bedarf weitere Konjunkturmaßnahmen zu ergreifen, dazu beitragen, die Abwärtsrisiken zu verringern. Wir revidieren unsere vierteljährlichen Wachstumsprognosen für Q2 auf 5,1 % (zuvor 4,7 %), für Q3 auf 4,8 % (zuvor 4,6 %) und für Q4 auf 4,2 % (zuvor 4,1 %); somit prognostizieren wir für 2025 nun ein Wachstum von 4,8 % (zuvor 4,5 %).“
„Wir gehen davon aus, dass die VPI-Inflation im März aufgrund sinkender Lebensmittel- und Kraftstoffpreise negativ geblieben ist, auch wenn sie sich gegenüber Februar aufgrund von Basiseffekten verringert hat. Das Wachstum der ausstehenden CNY-Kredite dürfte im März aufgrund der schwachen Kreditnachfrage und des laufenden Debt-to-Bond-Swap-Programms weiter nachgelassen haben. In der Zwischenzeit blieb die Finanzierung durch Staatsanleihen solide und unterstützte einen Anstieg der gesamten neuen Sozialfinanzierung (TSF) gegenüber dem Vormonat.“
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