Es ist offiziell: Der 47. US-Präsident wird zugleich der 45. sein – Donald J. Trump ist zurück im Weißen Haus. Für die Krypto-Industrie könnte das eine spannende Wende bedeuten, denn Trump hatte im Wahlkampf oft versprochen, der Branche den Rücken zu stärken. Nun richtet sich der Blick auf Washington und die Frage: Hält er seine Versprechen? Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine der bekanntesten Persönlichkeiten der US-Finanzregulierung.

Trump und der SEC-Chef: Steht Genslers Entlassung bevor?

Erinnern wir uns an die Bitcoin-Konferenz in Nashville diesen Sommer, als Trump verkündete, Gary Gensler, den Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht SEC, direkt am ersten Amtstag feuern zu wollen. Die Menge tobte, als er dieses Vorhaben doppelt betonte und klarstellte: Gensler sei für die Kryptobranche ein Hindernis, und das müsse sich ändern.

Mit der Wahlentscheidung ist nun die Frage aktueller denn je: Setzt Trump seinen Plan durch und stellt die SEC-Führung neu auf? Die Kryptobranche blickt mit Spannung auf diesen möglichen Wechsel.

Die SEC unter Gensler: Konflikte, Klagen und fehlende Klarheit

Unter Genslers Leitung hatte die SEC Krypto-Unternehmen im Visier und mehrere Klagen angestoßen. Diese Konflikte haben der Branche einiges abverlangt, und auch wenn die SEC einige dieser Auseinandersetzungen verloren hat, blieb die Klarheit auf der Strecke. Gensler und sein Team legten zwar Hand an einige der prominentesten Krypto-Fälle, doch eine kohärente Linie zu digitalen Vermögenswerten blieb oft aus.

Der wohl bekannteste Fall ist die Klage gegen Ripple, die sich mittlerweile über fast vier Jahre zieht. Die SEC warf dem Unternehmen unter CEO Brad Garlinghouse vor, beim Verkauf von XRP nicht registrierte Wertpapiere im Wert von 1,3 Milliarden Dollar angeboten zu haben. Der Prozess stockt zwar, doch für Ripple könnte die Entlassung Genslers einen echten Befreiungsschlag bedeuten – zumindest in der Theorie. Jetzt stellt sich für Anleger die Frage: Was macht der XRP-Kurs?

XRP hinkt hinterher – Warum bleibt der Hype aus?

Viele Coins legten nach Trumps Wahlsieg kräftig zu. Bitcoin markierte mit einem neuen Allzeithoch von über 75.000 US-Dollar ein Ausrufezeichen, SOL sprang um 16 % und zog an BNB vorbei, während DOGE – wohl dank seiner Musk-Verbindung – über 0,20 US-Dollar stieg. Selbst zahlreiche Meme-Coins zeigten zweistellige Zugewinne.

XRP dagegen blieb verhalten und stieg lediglich um rund 5 % – weit hinter dem Markttrend. Zwischenzeitlich verlor XRP sogar seinen Rang als siebtgrößte Kryptowährung an DOGE, bevor er sich diesen wieder zurückholte.

Die Gründe für das mäßige Kursverhalten sind wohl vielschichtig. Zunächst wird es noch Monate dauern, bis Trump im Amt ist und tatsächliche Veränderungen auf regulatorischer Ebene greifen könnten. Dann bleibt die Frage, ob er tatsächlich Gensler entlassen wird und – falls ja – wie die Nachfolgepolitik aussehen könnte. Es ist derzeit unklar, wer das Ruder der SEC übernehmen würde und wie eine neue Führung Krypto, insbesondere den Fall Ripple, behandeln würde.

XRP

Fazit: Noch Geduld gefragt

XRP-Anleger könnten also gut daran tun, geduldig zu bleiben. Der Wahlsieg Trumps ist zwar ein Hoffnungsschimmer, doch bis tatsächlich Veränderungen eintreten, braucht es Zeit. Die XRP-Bullen werden wohl vorerst abwarten müssen, wie sich das politische Klima und die Führung der SEC im kommenden Jahr entwickeln – und ob es letztlich für Ripple und seine Anleger eine Wende bedeutet.


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