Bitcoin eröffnete den Handel am Dienstag unter der Marke von 95.000 US-Dollar und notierte damit so niedrig wie zuletzt am 27. November. On-Chain-Daten deuten auf einen steigenden Verkaufsdruck seitens großer Investoren hin. Doch wie realistisch ist der Sturz unter die Marke von 90.000 US-Dollar?
Bitcoin stürzt unter 95.000 US-Dollar – trotz MicroStrategy-Käufen
Die jüngsten „hawkishen“ Aussagen der US-Notenbank (Fed) nach der Zinssenkungsentscheidung am 17. Dezember haben zu einem negativen Sentiment auf dem Kryptomarkt geführt. Während einige Altcoins sich am Wochenende teils erholen konnten, bleibt Bitcoin in einem klaren Abwärtstrend.

Besonders bemerkenswert: Der Kursrutsch fand statt, obwohl MicroStrategy erst am Montag eine weitere Bitcoin-Anschaffung im Wert von 516 Mio. US-Dollar bekanntgab. Dennoch eröffnete BTC am Dienstag bei 94.881 US-Dollar, womit das Minus auf Wochensicht bei 12,4 % liegt.
Auch das japanische Investmenthaus Metaplanet Inc. verkündete den Zukauf von rund 619,7 Bitcoin für etwa 58,9 Mio. US-Dollar. Dass der Bitcoin-Kurs trotz dieser beiden Käufe weiter fällt, signalisiert, dass andere Großinvestoren vermehrt auf der Verkäuferseite stehen.
Wale-Aktivität erreicht Zwei-Jahres-Hoch – Marktabverkauf im Gange?
Große institutionelle Anleger scheinen angesichts der Fed-Prognose für Q1 2025 ihre Portfolios umzuschichten. Der 12%ige Kursrückgang bei Bitcoin in den letzten sieben Tagen fällt mit einem deutlichen Anstieg der sogenannten „Whale-Aktivität“ zusammen.
On-Chain-Daten zeigen einen signifikanten Sprung bei der durchschnittlichen Transaktionsgröße für Bitcoin:

Laut IntoTheBlock kletterte die durchschnittliche Transaktionsgröße am Montag auf 306.100 US-Dollar – der höchste Wert seit November 2022. Historisch sind solche Spitzenwerte bei größeren Transaktionen während Kursrücksetzern häufig mit größeren Abverkäufen durch Wale verknüpft, die zusätzlichen Verkaufsdruck ausüben.
Was bedeutet das? Wenn kein entsprechender Nachfrageschub einsetzt, können diese großvolumigen Verkäufe die Abwärtsbewegung weiter beschleunigen und den Kurs zeitnah zu neuen Tiefstständen führen.
Bitcoin-Kursprognose: Hält die 90.000-US-Dollar-Marke?
Die Preisbewegungen von Bitcoin deuten weiterhin auf eine mögliche Ausweitung des Abwärtstrends hin. Wie bereits erwähnt, erreichte die durchschnittliche Transaktionsgröße im Bitcoin-Netzwerk am Montag mit 306.101 US-Dollar ein Zweijahreshoch – ein klares Indiz für massive Whale-Aktivitäten, die auf institutionelle Verkäufe hindeuten könnten.
Aktuell wird Bitcoin im Bereich von rund 90.500 US-Dollar gehandelt, der Untergrenze der Donchian-Kanäle und damit einer wichtigen Support-Zone. Fällt der Kurs unter diese Marke, könnten kurzfristig noch mehr Verkäufer in den Markt strömen. Als nächstes kritisches Kursziel würde dann der Bereich um 88.000 US-Dollar in den Fokus rücken.

Auch der Bull Bear Power (BBP)-Indikator signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck: Er verweilt seit sechs Tagen im negativen Bereich. Auf der Oberseite liegt der nächste wichtige Widerstand bei 99.426 US-Dollar, der Mittellinie der Donchian-Kanäle. Erst ein klarer Ausbruch über dieses Niveau könnte eine kurzfristige Erholung einleiten und sogar den Weg bis an das obere Widerstandslevel bei 108.353 US-Dollar frei machen.
Fazit: Abwärtstrend intakt, 90.000 US-Dollar im Visier
Bitcoin steht an einem Scheideweg. Zwar haben MicroStrategy und Metaplanet Inc. die jüngste Schwäche durch ihre umfangreichen Zukäufe nicht aufhalten können, was auf starke Verkaufsbewegungen anderer Großinvestoren hindeutet. Die psychologisch wichtige Marke von 90.500 US-Dollar fungiert derzeit als letzte Bastion. Ein Tagesschlusskurs darunter könnte den nächsten Abwärtsschub einleiten und die Bären weiter in die Karten spielen.
Gelingt es BTC hingegen, sich wieder über 99.426 US-Dollar zurückzukämpfen, könnte das eine mögliche Trendwende markieren. Aktuell steht und fällt jedoch alles mit der Stabilisierung oberhalb der 90.500-US-Dollar-Marke. Ohne ein klares Signal für Kaufinteresse könnte die Abwärtsbewegung weiter Fahrt aufnehmen – bis hinunter auf 90.000 US-Dollar oder sogar tiefer.
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