Der Goldpreis pendelt am Dienstagmorgen um die Marke von 2.635 US-Dollar und konsolidiert damit den Rückgang der letzten beiden Tage von den dreiwöchigen Höchstständen bei 2.665 US-Dollar. Anleger scheuen sich vor neuen Positionen, während sie auf die wichtigen US-Daten zu den JOLTS-Jobangeboten und dem ISM-Dienstleistungsindex warten.
Goldpreis unter Druck: US-Daten und Unsicherheiten rund um Trump im Fokus
Trotz der Schwankungen zu Wochenbeginn bleibt der Goldpreis in einer engen Spanne gefangen. Marktteilnehmer analysieren nicht nur die jüngsten Hinweise zur US-Wirtschaft, sondern auch die Berichte über mögliche Pläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, Importzölle auf bestimmte Sektoren zu erheben. All das passiert im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten am Freitag.
Am Montag begann der Goldpreis mit einem Aufschwung in der asiatischen Sitzung, fiel jedoch im europäischen Handel bis auf 2.615 US-Dollar zurück. Zwei Faktoren haben besonders dazu beigetragen: Die Begeisterung über Chinas Konjunkturmaßnahmen ließ spürbar nach, und die physische Goldnachfrage in Indien bleibt gedämpft. Der Grund? Der starke Anstieg der Goldpreise im Inland infolge der Abwertung der indischen Rupie auf ein Rekordtief. Das belastet die Nachfrage im zweitgrößten Goldverbrauchermarkt der Welt.
Goldman Sachs schiebt 3.000-Dollar-Prognose nach hinten
Zusätzlich sorgte eine Kurskorrektur bei den Analystenerwartungen für Druck: Goldman Sachs verschob seine Prognose, dass Gold bis Ende 2025 die Marke von 3.000 US-Dollar erreichen könnte. Diese Nachricht löste am Markt eine spürbare Reaktion aus, denn bislang galten diese Erwartungen als ein entscheidender Treiber für den Optimismus rund um das Edelmetall.
Schwächerer US-Dollar verschafft Gold nur kurz Luft
In der US-Handelssitzung konnte sich der Goldpreis kurzzeitig stabilisieren, nachdem der US-Dollar gegenüber den meisten Währungen deutlich nachgab. Ein Bericht der Washington Post behauptete, dass Trumps Beraterteam plane, Importzölle gezielt nur für Sektoren einzuführen, die als kritisch für die nationale Sicherheit der USA gelten. Das ließ den Greenback abrutschen und bot Goldkäufern eine Gelegenheit.
Die Erholung war jedoch nur von kurzer Dauer: Trump dementierte die Berichte auf seiner Plattform „Truth Social“, woraufhin sich der US-Dollar wieder stabilisierte und der Goldpreis die Gewinne wieder abgab.
Entscheidende Faktoren im Laufe des Tages
Am Dienstag wird der Markt weiterhin genau beobachten, wie sich Trumps mögliche Zollpolitik entwickelt. Auch die US-Arbeitsmarktdaten und die allgemeine Markstimmung werden den Goldpreis maßgeblich beeinflussen. Außerdem wird eine Rede des Präsidenten der Richmond Federal Reserve, Thomas Barkin, erwartet, in der es um die wirtschaftlichen Aussichten gehen soll. Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed.
Technische Analyse: Wo sich der Goldpreis festklammert

Ein Blick auf den Tageschart zeigt, dass der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 50 ein neutrales Bild zeichnet. Der Goldpreis bewegt sich in einer engen Spanne ohne klare Richtung.
Aktuell hält sich der Kurs knapp an der 21-Tage-Durchschnittslinie (SMA) bei 2.636 US-Dollar. Am Montag konnte sich der Goldpreis allerdings nicht über dieser Marke halten. Für den weiteren Kursverlauf sind folgende Marken entscheidend:
- Unterstützung: Die nächste Unterstützung liegt bei der 100-Tage-SMA bei 2.627 US-Dollar. Sollte diese Marke durchbrochen werden, könnte ein Rückfall auf das Vorwochentief bei 2.596 US-Dollar folgen.
- Ein weiteres wichtiges Level liegt beim Tief vom Montag bei 2.615 US-Dollar – hier könnten Käufer erneut zugreifen.
Auf der Oberseite bleibt der Bereich um die 50-Tage-SMA bei 2.648 US-Dollar der nächste wichtige Widerstand. Sollte der Goldpreis darüber steigen, könnte das dreiwöchige Hoch bei 2.665 US-Dollar getestet werden.
Wenn die Käufer es schaffen, diesen Widerstand zu durchbrechen, könnte auch die psychologische Marke von 2.700 US-Dollar ins Spiel kommen – ein Punkt, an dem erfahrungsgemäß viele Verkäufer auftreten.
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