Spot-Gold steht zu Beginn der Woche deutlich unter Verkaufsdruck und bewegt sich in der amerikanischen Sitzung um die Marke von 2.730 US-Dollar. Interessanterweise konnte sich das glänzende Metall trotz der angeschlagenen Marktstimmung nicht gegen den ebenfalls schwächeren US-Dollar durchsetzen – ein ungewöhnliches Szenario, das Fragen aufwirft.
China belastet die Märkte
Die Stimmung an den Märkten hat vor allem durch neue, enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China gelitten. So hat das Land gemeldet, dass die Industrieproduktion im Januar nachgelassen hat. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes sank von 50,1 im Dezember auf 49,1, ein klares Zeichen für wirtschaftliche Kontraktion. Auch der Non-Manufacturing PMI fiel von 52,2 auf 50,2, was auf eine Abschwächung im Dienstleistungssektor hindeutet.
Trotz dieser Rückschläge zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte robust – ein Hoffnungsschimmer, ausgelöst durch Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die chinesische KI-Firma DeepSeek sorgte für Aufsehen und zog den gesamten Technologiesektor mit nach oben. Doch genau hier liegt die Krux: Die Rallye befeuert auch Ängste, dass günstige chinesische KI-Technologien die Dominanz von US-Tech-Unternehmen bedrohen könnten. Gleichzeitig kämpfen die US-Märkte mit Verlusten, auch wenn die großen Indizes einen Teil ihrer Einbußen wieder aufholen konnten.
Alle Augen auf die Notenbanken
Der Fokus richtet sich in dieser Woche auf die Zentralbanken. Die Fed wird am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben, gefolgt von der EZB am Donnerstag. Im Vorfeld dieser wichtigen Termine bleibt die Spannung hoch. Hinzu kommen neue Daten aus den USA: Das vorläufige Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal wird veröffentlicht. Experten rechnen mit einem annualisierten Wachstum von 2,8 %, was zwar unter den 3,1 % des dritten Quartals liegt, aber immer noch auf eine solide wirtschaftliche Entwicklung hindeutet.
Wie sieht es technisch aus?

Kurzfristig scheint Gold dabei, die Übertreibungen der letzten Wochen zu korrigieren. Auf dem Tageschart ziehen sich die technischen Indikatoren spürbar von ihren Extremwerten zurück, zeigen aber immer noch eine bullische Grundtendenz. Der 20-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bleibt steigend und bietet bei etwa 2.687,70 USD eine dynamische Unterstützung. Die längeren 100- und 200-Tage-SMAs hingegen haben an Aufwärtsmomentum verloren, liegen aber deutlich unter dem 20-Tage-Schnitt.
Auf dem 4-Stunden-Chart wird die Korrektur noch deutlicher: Nachdem XAU/USD unter den jetzt bärischen 20-SMA gefallen ist, hat sich der Abverkauf beschleunigt. Die technischen Indikatoren zeigen eine steile Abwärtsbewegung in den negativen Bereich, ohne Anzeichen von Erholung. Dennoch bleibt Gold weiterhin über den 100- und 200-SMAs, was darauf hindeutet, dass es sich eher um eine gesunde Korrektur handelt als um einen beginnenden Abwärtstrend.
Die wichtigsten Marken im Blick
- Unterstützung: 2.724,60 | 2.712,90 | 2.700,00
- Widerstand: 2.747,30 | 2.764,85 | 2.777,30
Fazit
Die Goldpreisentwicklung bleibt spannend – und herausfordernd. Kurzfristig ist es eine Korrektur, die Anleger jedoch nicht ignorieren sollten, besonders angesichts der bevorstehenden Entscheidungen von Fed und EZB. Auch die neuen BIP-Daten aus den USA könnten die Richtung vorgeben. Solange Gold über den wichtigen Marken bei 2.700 US-Dollar bleibt, sieht es nach einer vorübergehenden Konsolidierung aus. Wer sich für Gold interessiert, sollte in dieser Woche die Marktbewegungen genau beobachten – hier könnten sich interessante Chancen ergeben.
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