EUR/USD Aktueller Kurs: 1,0797

  • Die Märkte in den USA bleiben wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geschlossen.
  • Rückläufige Auftragseingänge der deutschen Industrie begrenzen das Aufwärtspotenzial des Euro.
  • Der EUR/USD kämpft um 1,0800 und muss das Wochenhoch bei 1,0816 überwinden.

EURUSD

Der EUR/USD konnte seine jüngsten Kursgewinne halten und notierte am Donnerstag im Mittagshandel um die Marke von 1,0800. Die Anleger setzten ihre Verkäufe des US-Dollars während des gesamten europäischen Handels fort, wenngleich sie sich im Laufe der Zeit verlangsamten, da die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung in den USA wieder zunahmen. Die US-Notenbank (Fed) hatte zu Beginn des Jahres drei mögliche Zinssenkungen um 25 Basispunkte (bps) in diesem Jahr in Aussicht gestellt, doch als die Inflation im ersten Quartal anzog, machten die Entscheidungsträger einen Rückzieher.

Der Vorsitzende Jerome Powell wurde immer aggressiver, und die Chancen auf Zinssenkungen sanken so weit, dass die Marktteilnehmer davon ausgingen, dass die Fed im Jahr 2024 nur noch eine Zinssenkung vornehmen würde. Doch das Blatt scheint sich zu wenden. Die Finanzmärkte haben die jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Powell optimistischer aufgenommen und rechnen nun mit einer Zinssenkung im September. In der Folge drehte der USD nach unten.

In Deutschland fielen die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im Mai um 1,6 % (MoM) und damit deutlich stärker als erwartet, was den Aufwärtsspielraum des Euro begrenzte. Der kommende US-Handelstag dürfte ruhig verlaufen, da die US-Märkte wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen bleiben.

Kurzfristiger technischer Ausblick für den EUR/USD

Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der EUR/USD um die konvergierenden 100 und 200 Simple Moving Averages (SMAs) kämpft, während der 20 SMA seine rückläufige Tendenz deutlich unter dem aktuellen Niveau beibehält. In der Zwischenzeit bewegen sich die technischen Indikatoren im positiven Bereich nach Norden, allerdings mit begrenztem Momentum, da EUR/USD unter dem Wochenhoch bei 1,816 gehandelt wird. Sobald die Paarung diesen Bereich überwindet, dürften sich die Chancen auf eine kräftigere Erholung erhöhen.

Kurzfristig und auf dem 4-Stunden-Chart hat sich das bullische Momentum zwar abgeschwächt, das Gesamtbild bleibt jedoch zinsbullisch. Die EUR/USD-Paarung handelt oberhalb des flachen 200 SMA, der kurzfristige Unterstützung bei etwa 1,0785 bietet. Der 20 SMA ist zurückgegangen, bewegt sich aber unterhalb des aktuellen Niveaus weiter aufwärts, nachdem er den richtungslosen 100 SMA durchbrochen hat. Schließlich zeigen die technischen Indikatoren uneinheitliche Tendenzen im überkauften Bereich, ohne jedoch auf einen bevorstehenden Kursrückgang hinzudeuten.

Unterstützungsniveaus: 1,0740 1,0700 1,0665

Widerstandsmarken: 1,0815 1,0850 1,0880

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