EUR/USD Aktueller Kurs: 1,0909

  • Chinesische Schlagzeilen dominieren den Vormittag.
  • Die Reden der US-Notenbanker stehen im Mittelpunkt des amerikanischen Handels.
  • Die EUR/USD-Verkäufer suchen nach neuen Tiefstständen unter 1,0900.

EURUSD

Der US-Dollar startete fest in die neue Woche und behielt seine positive Dynamik gegenüber den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen bei. Der EUR/USD gab während der europäischen Handelszeit in Richtung 1,0900 nach und geriet vor der US-Eröffnung unter Druck.

Der Fokus richtete sich zu Wochenbeginn auf China, da der chinesische Finanzminister Lan Fo'an am Wochenende eine Pressekonferenz abhielt, auf der er weitere Konjunkturmaßnahmen versprach, jedoch keine Details nannte. Beamte kündigten bevorstehende Hilfen für den Immobiliensektor und verschuldete Kommunen an, während Lan Fo'an sagte, dass die Zentralregierung Spielraum für eine Erhöhung des Defizits habe, eine solche Politik aber noch nicht zur Debatte stehe. Darüber hinaus veröffentlichte China seine Handelsbilanz für September, die einen Überschuss von 81,71 Mrd. USD auswies, was unter den Erwartungen lag und eine Abschwächung gegenüber dem vorherigen Wert von 91,02 Mrd. USD darstellte.

Der makroökonomische Datenkalender war am Montag nicht sehr umfangreich. Während der Handelszeiten in den USA wird der Fokus auf einigen Vertretern der Federal Reserve (Fed) liegen, die verschiedene Reden halten werden, die Hinweise auf die nächste Richtung der Zentralbank geben könnten.

Kurzfristiger technischer Ausblick für den EUR/USD 

Aus technischer Sicht dürfte der EUR/USD weiter fallen. Auf dem Tages-Chart hat das Paar ein niedrigeres Tief und ein niedrigeres Hoch erreicht, während sich die Verkäufer um einen flachen 100 Simple Moving Average (SMA) bei derzeit etwa 1,0935 versammelt haben. Der 20 SMA hat sich inzwischen weit über den längeren SMA nach Süden hin beschleunigt, was auf ein anhaltendes Verkaufsinteresse hindeutet. Schließlich haben die technischen Indikatoren ihren Abwärtstrend im negativen Bereich wieder aufgenommen und nähern sich überverkauften Niveaus, ohne jedoch Anzeichen einer Erschöpfung nach unten zu zeigen.

Kurzfristig sind die Aussichten ebenfalls stark rückläufig. Der 4-Stunden-Chart zeigt, dass ein rückläufiger 20-SMA den Weg nach Süden weist und im Tagesverlauf anhaltenden Widerstand bietet. Gleichzeitig kreuzt der 100-SMA den 200-SMA, mehr als 100 Pips über dem aktuellen Niveau, was die Dominanz der Verkäufer bestätigt. Schließlich haben die technischen Indikatoren nach einer Konsolidierungsphase im negativen Bereich nach Süden gedreht und unterstützen eine Fortsetzung des Abwärtstrends bei einem Durchbruch unter 1,0890, dem unmittelbaren Unterstützungsniveau.

Unterstützungsniveaus: 1,0890 1,0850 1,0810

Widerstandsniveaus: 1,0935 1,0970 1,1010

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