EUR/USD Aktueller Kurs: 1,0493
- Die Europäische Zentralbank hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte gesenkt.
- Schlechte Daten aus den USA nährten Spekulationen über weitere Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2025.
- EUR/USD bleibt anfällig für Kursschwankungen um 1,0500.

Der EUR/USD schloss am Donnerstag kaum verändert bei rund 1,0500, nachdem er während der US-Handelszeit auf ein neues Wochentief von 1,0463 gefallen war. Das spekulative Interesse konnte sich nicht auf eine klare Richtung einigen, obwohl die Nachfrage nach US-Dollar (USD) den ganzen Tag über stark blieb.
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte wie erwartet die drei wichtigsten Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte (Bp). Auch in der geldpolitischen Erklärung der EZB gab es einige interessante Änderungen. Die Entscheidungsträger strichen das Wort „restriktiv“ aus der Diskussion über die Geldpolitik und fügten hinzu, dass „der Disinflationsprozess auf einem guten Weg ist“. Darüber hinaus stellten sie fest, dass „die meisten Messgrößen für die Kerninflation darauf hindeuten, dass sie sich auf einem nachhaltigen Niveau von rund 2 % einpendeln wird“.
Schließlich gab Zentralbankpräsidentin Christine Lagarde eine Pressekonferenz, in der sie sich zuversichtlich zeigte, dass die Inflation bis 2025 das Ziel der politischen Entscheidungsträger erreichen werde.
In den Vereinigten Staaten (USA) wurden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche zum 6. Dezember veröffentlicht, die mit 242.000 niedriger ausfielen als erwartet (220.000). Darüber hinaus fiel der Erzeugerpreisindex (PPI) für November mit einem Anstieg um 3,4 % im Jahresvergleich höher aus als erwartet (3,2 % erwartet, 3,1 % zuvor).
Kurzfristiger technischer Ausblick für den EUR/USD
Auf dem Tages-Chart ist zu erkennen, dass das Währungspaar EUR/USD täglich ein niedrigeres Tief und ein niedrigeres Hoch verzeichnet, was dem vorherrschenden Abwärtstrend entspricht. Derselbe Chart zeigt einen leicht rückläufigen 20 Simple Moving Average (SMA), der weiterhin Verkäufer anzieht und Widerstand bei etwa 1,0530 bietet. Unterdessen bewegen sich die 100- und 200-SMA-Linien deutlich über der kürzeren Linie nach Süden, was ebenfalls darauf hindeutet, dass die Verkäufer die Oberhand haben. Schließlich bieten die technischen Indikatoren ein gemischtes Bild: Der Momentum-Indikator steigt leicht über seine 100er-Linie, während sich der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 40 konsolidiert.
Kurzfristig und auf dem 4-Stunden-Chart scheint der EUR/USD bereit zu sein, seinen Abwärtstrend fortzusetzen. Ein leicht rückläufiger 20 SMA konvergiert mit einem flachen 100 SMA bei etwa 1,0530, was die Relevanz des Widerstandsbereichs verstärkt. Der 200 SMA gewinnt gegenüber dem kürzeren SMA an Bedeutung. Schließlich schwanken die technischen Indikatoren im negativen Bereich, was nicht ausreicht, um eine bevorstehende Richtungsänderung anzuzeigen. Insgesamt besteht für den EUR/USD das Risiko eines Rückgangs in den Bereich von 1,0400, da die Nachfrage nach hochverzinslichen Anlagen durch eine vorsichtige Stimmung gut eingedämmt zu sein scheint.
Unterstützungsniveaus: 1,0460 1,0410 1,0375
Widerstandsmarken: 1,0530 1,0570 1,0625
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