EUR/USD Aktueller Kurs: 1,0911

  • Die deutsche ZEW-Umfrage zeigt eine unerwartete Verbesserung der Wirtschaftsstimmung.
  • Wall Street kämpft kurzfristig, aber US-Indizes bleiben auf Rekordniveau.
  • Der EUR/USD setzt seine Abwärtsbewegung fort, was dem vorherrschenden Abwärtstrend entspricht.

EURUSD

Der EUR/USD kämpfte am Dienstag um die Marke von 1,0900, nachdem er zuvor auf ein neues Zweimonatstief von 1,0884 gefallen war. Der US-Dollar (USD) blieb während des asiatischen Handels gefragt, verlor jedoch etwas an Boden, nachdem die europäischen Händler ihre Schreibtische erreicht hatten.

In der Zwischenzeit wurde der Euro kurzfristig durch lokale Daten gestützt, da die deutsche ZEW-Umfrage zeigte, dass sich die Wirtschaftsstimmung im Oktober sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone verbessert hat. Der deutsche Index lag bei 13,1, während der EU-Index bei 20,1 lag, was deutlich besser als erwartet war. Die Einschätzung der aktuellen Lage in Deutschland fiel jedoch von -84,5 im September auf -86,9.

Eine bessere Marktstimmung untergräbt auch die Nachfrage nach dem US-Dollar. Die Wall Street erholte sich am Montag vor dem Hintergrund solider Kursgewinne im Technologiesektor und zog die asiatischen und europäischen Indizes in der ersten Tageshälfte nach oben. Die fallenden Ölpreise belasteten jedoch die Energieaktien und setzten die europäischen Aktien und die US-Futures leicht unter Druck.

In den USA wurde vor Börsenbeginn der NY Empire State Manufacturing Index veröffentlicht, der im Oktober unerwartet auf -11,9 gefallen ist, nach einem Anstieg von 11,5 im Vormonat. Im Laufe des Tages werden sich verschiedene Vertreter der US-Notenbank (Fed) äußern.

Kurzfristiger technischer Ausblick für EUR/USD 

Aus technischer Sicht ist das Währungspaar EUR/USD nach wie vor bereit, seinen Abwärtstrend fortzusetzen. Auf dem Tages-Chart ist zu erkennen, dass das Paar um seinen Eröffnungswert handelt, aber auch ein niedrigeres Tief und ein niedrigeres Hoch aufweist. Darüber hinaus bewegt sich der EUR/US unter einem fast flachen 100 Simple Moving Average (SMA), der bei etwa 1,0945 einen dynamischen Widerstand darstellt. Währenddessen gewinnt der 20 SMA über dem längeren an Abwärtskraft, was auf ein anhaltendes Verkaufsinteresse hindeutet. Schließlich befinden sich die technischen Indikatoren in der Nähe des überverkauften Bereichs, ohne klare Ausrichtung, aber auch ohne Anzeichen einer Erschöpfung nach unten.

Kurzfristig und auf dem 4-Stunden-Chart ist der EUR/USD auf dem besten Weg, seinen Abwärtstrend fortzusetzen. Ein rückläufiger 20-SMA weist Käufer weiterhin ab, während der 100-SMA unter einem rückläufigen 200-SMA weit über dem aktuellen Niveau beschleunigt. In der Zwischenzeit konsolidieren sich die technischen Indikatoren auf einem negativen Niveau, geben keine klare Richtung vor, verzerren jedoch das Abwärtsrisiko.

Unterstützungsniveaus: 1,0885 1,0840 1,0805

Widerstandswerte: 1,0935 1,0970 1,1010

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