Nach guten Inflationsdaten aus den USA kehrt die Zinssenkungshoffnung auf das Börsenparkett zurück. Die Wall Street reagiert erleichtert und der DAX springt auf einen neuen Rekord. Aus technischer Sicht besteht oberhalb von 20.500 Punkten die Chance auf einen Anstieg bis auf 21.189 Zähler. Nachdem auch die US-Banken gestern starke Zahlen vorgelegt haben, steht einer Fortsetzung der DAX-Rally nichts mehr im Weg. 

Besonders erfreulich: Die Rückgänge in der Teuerung zeigen sich dort, wo der Schuh am meisten drückt – bei der Kerninflation. Genau darauf hatten die Optimisten an der Wall Street gehofft. Der Rückgang ist eine Erleichterung, auch wenn die Rate immer noch deutlich über dem Ziel der US-Notenbank von zwei Prozent liegt.

Von mehreren Zinssenkungen der Fed war schon vor der Veröffentlichung der Daten keine Rede mehr. Diese hatte bereits vor Weihnachten signalisiert, es 2025 vorsichtig angehen zu lassen. Die Inflationsdaten bestätigen nun diese Haltung: Angesichts eines stabilen Arbeitsmarktes ist weiterhin Vorsicht geboten. Nach den Zahlen ist aber zumindest die einzige noch für dieses Jahr erhoffte Zinssenkung nicht vom Tisch.

Trotzdem sollten sich die Investoren weiterhin auf ein Szenario einstellen, in dem die Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben. Die Fed wird sich von einem Monat mit etwas besseren Daten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie achtet auf Trends, behandelt einzelne Daten nachrangig, da sie Ausreißer sein könnten. Die Inflationsdaten könnten daher die Überzeugung von höheren Zinsen für einen längeren Zeitraum nur etwas abschwächen, aber nicht aufheben. Das Risiko, dass die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen die Fünf-Prozent-Marke erreichen, ist mit der schwächeren Kerninflation aber deutlich gesunken. 

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