• AUD/USD gab anfängliche Gewinne ab und fiel wieder unter 0,6200.
  • Der US-Dollar blieb defensiv angesichts weiterer Schwäche bei den Renditen.
  • Die BIP-Zahlen für das vierte Quartal Australiens stehen im Mittelpunkt des nationalen Wirtschaftskalenders.

Weitere Schwäche und Bedenken hinsichtlich der US-Wirtschaft belasteten den US-Dollar (USD) am Dienstag. Vor diesem Hintergrund fiel der US-Dollar-Index (DXY) zum ersten Mal seit Anfang Dezember unter die Unterstützung von 106,00, während es keine Atempause für den Abwärtstrend der US-Renditen über die gesamte Kurve gab.

Der Australische Dollar (AUD) konnte unterdessen den frühen Anstieg in den Bereich von 0,6240-0,6250 nicht halten und gab schließlich dem frischen Verkaufsdruck nach, der durch ein mildes Aufbäumen des Greenbacks und anhaltende Ängste bezüglich US-Zöllen verstärkt wurde.

Handelskonflikte steuern weiterhin den Markt

Andauernde Handelsstreitigkeiten stehen im Mittelpunkt der globalen Märkte. Risikoempfindliche Währungen wie der Australische Dollar spüren oft den Druck, wenn sich die Zollbedrohungen verschärfen. In diesem Zusammenhang traten am Dienstag 25% Zölle auf kanadische und mexikanische Importe sowie 20% Zölle auf chinesische Waren in Kraft, was die Narrative des Handelskriegs weiter verschärfte.

Da China Australiens größter Exportpartner ist, könnte eine Verlangsamung der chinesischen Nachfrage Australiens Rohstoffexporte – und den AUD – besonders hart treffen.

Am Wochenende waren die Daten zur Geschäftstätigkeit in China positiv, aber die Anleger bleiben skeptisch hinsichtlich eines signifikanten Aufschwungs in der Wirtschaft des Landes.

Zentralbanken und Inflation im Fokus

Obwohl der US-Dollar hin und her schwankt, gibt es das Gefühl, dass sich die intensifizierenden Handelskonflikte auf die Inflation auswirken und die Federal Reserve (Fed) in Richtung einer strafferen Geldpolitik drängen könnten.

In Australien senkte die Reserve Bank of Australia (RBA im Februar den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,10%, machte jedoch deutlich, dass dies nicht der Beginn eines größeren Zinssenkungszyklus war. Die Beamten sehen die zugrunde liegende Inflation bei etwa 2,7%.

Gouverneurin Michele Bullock hat angemerkt, dass weitere Zinssenkungen möglich sein könnten, wenn die Inflation weiter sinkt, betonte jedoch, dass jede Entscheidung von den kommenden Daten abhängt. Vizegouverneur Andrew Hauser warnte, dass die Markterwartungen – die derzeit weniger als 50 Basispunkte an Senkungen im nächsten Jahr einpreisen – zu optimistisch sein könnten.

In Bezug auf das Preiswachstum lag der letzte RBA-Monats-CPI-Indikator (Weighted Mean CPI) im Januar bei 2,5%, was leicht unter den Erwartungen der Analysten lag.

In den Februar-Protokollen der RBA wurde zudem diskutiert, ob die Zinssätze stabil gehalten oder um 25 Basispunkte auf 4,10% gesenkt werden sollten. Letztendlich entschieden sie sich für die Zinssenkung, betonten jedoch, dass dieser Schritt keine weiteren Senkungen garantierte. Die Beamten hoben auch hervor, dass die Zinssätze in Australien nicht so hoch gestiegen sind wie in anderen Volkswirtschaften und dass der heimische Arbeitsmarkt im Vergleich zu diesen Ländern stärker war, als sie mit der Lockerung begannen.

Rohstoffe konnten den AUD nicht unterstützen

Die australische Wirtschaft ist stark von Rohstoffexporten abhängig, was sie anfällig für eine Verlangsamung der chinesischen Nachfrage macht. Dennoch setzten die Preise für Kupfer und Eisenerz am Dienstag ihren Abwärtstrend fort, was zur schlechten Stimmung rund um den Australischen Dollar beitrug.

AUD/USD technische Aussichten

Technisch betrachtet zielt AUD/USD derzeit auf seine erste Hürde bei dem Höchststand von 0,6408 aus dem Jahr 2025 (aufgezeichnet am 21. Februar). Ein Durchbruch darüber könnte den Weg zum Hoch vom 25. November bei 0,6549 ebnen, das auch eng mit dem wichtigen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) übereinstimmt.

Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim wöchentlichen Tief von 0,6186 (4. März). Ein Rückgang unter dieses Niveau könnte das Tief von 0,6087 aus dem Jahr 2025 ins Visier nehmen, gefolgt von der psychologischen Marke von 0,6000.

Momentum-Indikatoren deuten auf weitere Schwäche hin. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf fast 38 gefallen, und der Average Directional Index (ADX) hat über 16 an Tempo gewonnen, was auf eine gewisse (wenn auch bescheidene) Verbesserung des zugrunde liegenden Trends hindeutet.

AUD/USD Tageschart

Ausblick

Der Wirtschaftskalender Australiens ist voll. Zu den bevorstehenden Datenveröffentlichungen gehören der S&P Global Services PMI und der Ai Group Industry Index. Am 5. März werden wir einen Blick auf die BIP-Wachstumsrate für das vierte Quartal werfen, und am 6. März stehen die Handelsbilanzdaten sowie die vorläufigen Baugenehmigungen und privaten Hausgenehmigungen an.

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