- AUD/USD flirtete mit Drei-Wochen-Hochs und näherte sich der 0,6400-Marke.
- Der US-Dollar fiel nach Trumps Zöllen auf Mehrmonatstiefs.
- Die Aktienmärkte brachen zusammen, während die Anleger den "Tag der Befreiung" verdauten.
Der Australische Dollar (AUD) setzte seinen wöchentlichen Aufschwung stilvoll fort und ermutigte AUD/USD, sich der wichtigen 0,6400-Schwelle zu nähern und mit Mehrwochenhochs im Rücken des starken Verkaufs des US-Dollars (DXY) zu flirtieren.
Der ausgeprägte Rückgang des Greenbacks ließ den US-Dollar-Index (DXY) auf Niveaus fallen, die zuletzt Anfang Oktober im Bereich von 101,30-101,20 besucht wurden, während die US-Renditen über das gesamte Spektrum ebenfalls stark zurückgingen, alles im Zuge der Anpassung der Anleger an die kürzlich angekündigten Zölle des Weißen Hauses.
Steigende Ängste vor einem globalen Handelskrieg
In der Zwischenzeit eskalierten die Bedenken hinsichtlich eines transatlantischen Handelskriegs in den letzten Stunden, insbesondere nachdem Präsident Trump US-Handelspartner mit einer neuen Runde von Zöllen von 10% bis etwa 50% belegte.
Diese Maßnahme könnte sicherlich Länder dazu veranlassen, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, was einen globalen Handelskrieg auslösen würde, der ernsthafte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität sowie auf die Verbraucherpreise und geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken haben könnte.
Der Aussie, der eng mit der globalen Risikobereitschaft und der chinesischen Nachfrage nach Rohstoffen verbunden ist, bleibt anfällig für eine Verlangsamung in China und wird voraussichtlich vorsichtig auf die Auswirkungen der US-Zölle reagieren.
Fed auf dem Drahtseil
Über den Pazifik hinweg steht die Federal Reserve (Fed) vor ihrem eigenen delikaten Balanceakt. Eskalierende Handelskonflikte könnten die Inflation in die Höhe treiben, was potenziell weitere Zinserhöhungen rechtfertigen könnte. Doch frühe Signale einer abkühlenden US-Wirtschaft sprechen stark für Vorsicht – trotz gesunder Beschäftigungsdaten.
Bei ihrer Sitzung am 19. März hielt die Fed den Leitzins bei 4,25–4,50% und verfolgte einen "Abwarten-und-Sehen"-Ansatz. Fed-Vorsitzender Jerome Powell betonte die Vorsicht und wies auf Prognosen für ein langsameres Wachstum und leicht höhere Inflation hin – beides könnte durch bevorstehende Zölle verstärkt werden.
RBA stabil inmitten von Unsicherheit
In Australien hielt die Reserve Bank (RBA) ihren offiziellen Leitzins (OCR) am Dienstag bei 4,10%, eine Entscheidung, die von den Märkten weitgehend erwartet wurde. Bemerkenswert ist, dass die RBA ihren vorherigen Hinweis auf eine "Vorsicht bei den Aussichten für weitere geldpolitische Lockerungen" fallen ließ und stattdessen auf anhaltende Risiken auf beiden Seiten der wirtschaftlichen Gleichung hinwies.
Während der Pressekonferenz nach der Sitzung erkannte RBA-Gouverneurin Michele Bullock an, dass es weniger als vollständige Gewissheit über den Weg der Inflation in Richtung des Zielbereichs von 2–3% gibt. Sie stellte auch fest, dass die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, einstimmig war, ohne direkte Gespräche über Zinssenkungen. Nach der Ankündigung sanken die Chancen auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung am 20. Mai auf 70%, von zuvor 80%.
Bären setzen auf den Aussie
Im Hintergrund setzten die Händler ihre bärischen Wetten auf den Australischen Dollar weiter hoch. Die neuesten CFTC-Daten zeigen, dass die Netto-Leerverkäufe am 25. März bei fast 80.000 Kontrakten lagen – ein Mehrwochenhoch, das seit Mitte Dezember stetig gestiegen ist, angesichts der eskalierenden Zollbedenken.
Technische Signale für AUD/USD
Ein überzeugender Ausbruch über das Hoch von 2025 bei 0,6408 (21. Februar) würde den Weg für einen Anstieg zur 200-Tage-SMA in der Nähe der 0,6500-Marke ebnen, wobei das Hoch von November 2024 bei 0,6687 als nächste große Hürde droht.
Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim März-Tief von 0,6186 (4. März). Ein klarer Rückgang unter diese Marke würde das Tief von 2025 bei 0,6087 freilegen, nur knapp über der psychologischen 0,6000-Marke.
In der Zwischenzeit deutet der Relative Strength Index (RSI), der sich der 60 nähert, auf eine frische Wiederbelebung des Aufwärtsmomentums hin, aber der gedämpfte Average Directional Index (ADX) um 11 impliziert einen weiterhin schwachen übergreifenden Trend.
AUD/USD Tageschart

Im Wesentlichen bleibt der kurzfristige Aufschwung des Australischen Dollars dem Verlauf der Handelskonflikte, den wirtschaftlichen Signalen Chinas und den delikaten politischen Manövern der Zentralbanken auf beiden Seiten des Pazifiks ausgeliefert.
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