- AUD/USD hat die jüngsten Verluste ausgeweitet und ist auf Mehrwochentiefs nahe 0,6260 zurückgefallen.
- Der US-Dollar hat sich vor dem Hintergrund intensiver Zollängste stabilisiert.
- Von der RBA wird allgemein erwartet, dass sie ihren Leitzins am Dienstag unverändert lässt.
Der australische Dollar (AUD) hat am Montag an die Rückführung vom Freitag angeknüpft, wobei AUD/USD auf die niedrigen 0,6200er zurückfiel, was einen recht bärischen Start in die neue Handelswoche darstellt. Der Rückgang des Paares wurde hauptsächlich durch einen stärkeren US-Dollar (USD) angeheizt, der aufgrund erneuter Handelsunsicherheiten und einer allgemeinen Risk-Off-Stimmung unter frischem Kaufdruck stand.
Infolgedessen kehrte der US-Dollar-Index (DXY) in die Region von 104,40 zurück, nachdem er während des frühen Handels nahe 103,70 seinen Tiefpunkt erreicht hatte.
Risiko-Stimmung angespannt, da Zollängste wieder aufkommen
Trotz intermittierender Phasen der Optimismus bleibt die Bedrohung zusätzlicher US-Handelsmaßnahmen eine anhaltende Sorge. Neue Zölle könnten Vergeltungsmaßnahmen von wichtigen Handelspartnern auslösen, was die Marktstimmung untergräbt und risikobehaftete Anlagen belastet.
Der Aussie, der stark von der globalen Risikobereitschaft und der chinesischen Nachfrage nach Rohstoffen abhängt, ist besonders betroffen. Jeder Hinweis auf ein langsameres chinesisches Wachstum könnte sich auf die australische Wirtschaft auswirken, das BIP beeinflussen und die Währung unter Druck setzen. In der neuesten Entwicklung hat Präsident Trump 25% Zölle auf US-Automobilimporte eingeführt, während gegenseitige Maßnahmen am Horizont drohen.
Die Fed balanciert auf einem Drahtseil
Die Federal Reserve (Fed) befindet sich in einem delikaten Balanceakt. Handelskonflikte könnten die Inflation anheizen, was rechtfertigen könnte, die Zinsen länger hoch zu halten. Frühzeichen einer Abkühlung der US-Wirtschaft sprechen jedoch für Vorsicht – trotz des nach wie vor robusten Arbeitsmarktes.
In der vergangenen Woche ließ die Fed die Zinsen bei 4,25–4,50% stabil und betonte einen „Warten-und-Sehen“-Ansatz. Fed-Vorsitzender Jerome Powell unterstrich Geduld, auch wenn die Prognosen der Zentralbank auf ein langsameres Wachstum und leicht höhere Inflation hindeuten – teilweise bedingt durch zollbedingte Druck.
RBA wartet auf Klarheit bei der Inflation
Über den Pazifik hinweg wird von der Reserve Bank of Australia (RBA) allgemein erwartet, dass sie ihren OCR am 1. April bei 4,10% belässt.
Bei der letzten Sitzung hat Gouverneurin Michele Bullock betont, dass zukünftige Entscheidungen von den eingehenden Inflationsdaten abhängen werden, während stellvertretender Gouverneur Andrew Hauser davor warnte, von einer schnellen Reihe von Zinssenkungen auszugehen.
Die späteren Protokolle dieser Sitzung zeigten eine enge Debatte zwischen einer Pause und einer kleineren Senkung. Der starke Arbeitsmarkt Australiens gab den Entscheidungsträgern etwas Spielraum, aber der unerwartete Rückgang der Beschäftigung im Februar (–52,8K) und die unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1% sorgten für raised eyebrows. Die jüngsten monatlichen Inflationswerte zeigten ebenfalls Anzeichen einer Entspannung, wobei der gewichtete Durchschnitts-VPI auf 2,4% und der bereinigte Durchschnitts-VPI im vierten Quartal bei 2,7% lag. Während diese mit den Aussichten der RBA übereinstimmen, konzentriert sich die Bank traditionell auf vierteljährliche Zahlen zur politischen Orientierung.
Die Märkte preisen derzeit eine weitere Zinssenkung bis Juli ein, wobei fast 70% mit einem Schritt bereits im Mai rechnen.
Spekulative Stimmung schlägt auf den AUD um
Die bärische Positionierung beim Aussie nimmt weiter zu. Die neuesten CFTC-Daten zeigen, dass die Netto-Leerverkäufe bis zum 25. März auf einen Mehrwochenhöchststand von fast 80K Kontrakten gestiegen sind, ein Trend, der seit Mitte Dezember als Reaktion auf die eskalierenden Zollbedenken beschleunigt hat.

Technisches Bild von AUD/USD
- Aufwärtspotenzial: Ein entscheidender Durchbruch über das Hoch von 2025 bei 0,6408 (21. Februar) könnte die Bühne für einen Anstieg zur 200-Tage-SMA bei 0,6507 bereiten. Darüber hinaus steht das November-2024-Hoch von 0,6687 als wichtiger Widerstand.
- Abwärtsrisiko: Wenn die Verkäufer die Kontrolle zurückgewinnen, entsteht die erste Unterstützung am März-Tief von 0,6186 (4. März). Ein Durchbruch dort öffnet die Tür für einen Test des Tiefs von 2025 bei 0,6087, gefolgt von der psychologisch signifikanten Marke von 0,6000.
- Momentum-Signale: Der RSI, der nahe 41 schwebt, deutet auf ein steigendes bärisches Momentum hin, während ein gedämpfter ADX-Wert um 10 anzeigt, dass der aktuelle Trend an starker Überzeugung mangelt.
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